Christian Hornig
Wollheims Traum

 

 

Beiträge zur Kunstwissenschaft
ISBN 3-936169-00-4
162 Seiten, 51 s/w-Abb., 4 Farbtafeln, Hardcover, EUR 20,-

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Der Düsseldorfer Maler Gert Wollheim (1894-1974) gehört zur Gruppe »Expressiver Realisten«, die Rainer Zimmermann 1980 vorstellte. Der bekannte Giorgione-Forscher Christian Hornig bietet in »Wollheims Traum« die bisher ausführlichste Deutung eines Wollheim-Gemäldes, das mit Hilfe der Semantik, Tiefenpsychologie und klassischen Ikonographie als gemalte Autobiographie entschlüsselt wird.

Ein weiterer Beitrag stellt drei bisher unbekannte oder fast unbekannte Wollheim-Porträts, darunter das der Josephine Baker, vor.

Das erste Kapitel bietet eine brillante Methodenkritik der Kunstwissenschaft, die - so der Autor - in eingefahrenen Gleisen zu versintern droht. Das Kapitel »Der rauchende Embryo« vertieft polemisch die vorgetragene Kritik an der Kunstgeschichte, die durch übersteigerte Wissenschaftlichkeit die zu deutenden Kunstwerke mehr und mehr verfehlt. Schließlich entwickelt ein Beitrag zum Münchner Friedensengel anhand zeitgenössischer Quellen und neuer ikonographischer Beobachtungen die provokante These, daß dieses Monument des Historismus aus dem bayerischen Minderwertigkeitskomplex gegenüber Preußen zu verstehen sei.

Dr. Christian Hornig lebt als Publizist und vereidigter Sachverständiger in der Nähe von München.